Übertragung des Humanen Papilloma Virus
"Alle Frauen sind der Gefahr krebserregender HPV-Infektionen, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können, ausgesetzt"
Alle sexuell aktiven Frauen können sich potenziell mit HPV infizieren. Die Übertragung des Virus erfolgt durch Hautkontakt im Genitalbereich (13). Das Risiko von HPV-Infektionen beginnt mit der allerersten sexuellen Partnerschaft und bleibt während des gesamten Lebensabschnitts, in dem eine Frau sexuell aktiv ist, bestehen. Als weitere Risikofaktoren gelten (26, 35, 36):
- ein junges Alter beim ersten Sexualverkehr
- Rauchen
- langfristige Einnahme oraler Verhütungsmittel
- Sexualverhalten (Anzahl der Partner)
- grosse Anzahl an Schwangerschaften
- andere sexuell übertragbare Erkrankungen (z. B. HIV, Chlamydia)
- geschwächtes Immunsystem
Während die meisten Infektionen spontan abklingen (innerhalb von 6 bis 12 Monaten), bleiben einige jedoch bestehen. Durch solche so genannten anhaltenden Infektionen mit krebserregenden HPV-Typen beginnt der Prozess der Zellveränderungen, der schliesslich zu Gebärmutterhalskrebs führen kann. Da in den Frühstadien anhaltender Infektionen keine Symptome auftreten, ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass sich betroffene Frauen solcher Abnormitäten bewusst sind(31).
Nach einer HPV-Erstinfektion ist es keineswegs sicher, dass die betroffenen Frauen danach eine ausreichende Immunität gegen nachfolgende Infektionen entwickeln bzw. das Risiko einer anhaltenden HPV-Infektion reduziert wird. Weiterhin ist auch danach nicht auszuschliessen, dass HPV-Infektionen noch in ein anhaltendes Stadium übergehen können (32,15). Deswegen sind Frauen während ihres gesamten sexuell aktiven Lebensabschnitts dem Risiko eines HPV-Befalls ausgesetzt (15, 33, 34).
HPV ist ein äusserst häufiger und einfach übertragbarer Virus. Das Risiko einer HPV-Ansteckung beginnt mit dem allerersten sexuellen Kontakt und bleibt während des gesamten Lebensabschnitts, in dem eine Frau sexuell aktiv ist, bestehen. Eine Infektion tritt nicht notwendigerweise nur durch penetrierenden Geschlechtsverkehr auf, da ein Hautkontakt im Genitalbereich bereits zur Virusübertragung ausreicht. Kondome bieten ebenfalls keinen vollständigen Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs (13, 26).

Publiziert am: 10.08.2007