HPV - die Ursache von Gebärmutterhalskrebs
"Es gibt viele verschiedene krebserregende HPV-Typen. Global gesehen werden mehr als 70 Prozent aller Zervixkarzinome von den Typen 16 und 18 hervorgerufen."
Das humane Papillomavirus (HPV) ist ziemlich häufig anzutreffen und ist sehr leicht durch sexuelle Aktivitäten übertragbar (15). Bis jetzt wurden ungefähr 100 HPV-Typen klassifiziert. Diese werden in zwei Hauptkategorien – krebserregende und Niedrigrisiko Typen – unterteilt.
Das humane Papillomavirus

Die meisten HPV-Infektionen sind vorübergehend und verschwinden innerhalb eines Jahres. Anhaltende Infektionen mit krebserregenden HPV-Typen können jedoch Gebärmutterhalskrebs zur Folge haben (11). Die Typen 16 und 18 sind die weltweit am weitesten verbreiteten krebserregenden HPV-Typen und wurden in über 70% aller Zervixkarzinome nachgewiesen (19 - 21).
Andere, von krebserregenden HPV-Typen hervorgerufene Erkrankungen, sind seltenere Krebsarten wie z. B. Anal-, Penis-, Vulva-, Scheiden-, Kopf- und Halskrebs (22 - 25). Muköse Niedrigrisiko HPV-Typen können Warzen oder (seltener) rezidivierende respiratorische Papillomatose (RRP, eine Atemwegserkrankung mit gutartigen Wucherungen) verursachen (26 - 28).
Papillomaviren sind kleine, genetisch stabile, auf DNA basierende Viren. Sie gehören zur Virenfamilie Papillomaviridae, die auf spezifische Wirtsarten angewiesen sind und in vielen Tieren und Menschen nachgewiesen wurden (20, 26, 29). Einige Typen des humanen Papillomavirus (HPV) infizieren die Genitalschleimhäute und werden je nach den Folgen für den Menschen entweder als krebserregend oder gutartig klassifiziert (26).

- Bisher wurden über 200 Papillomaviren beschrieben (26, 29)
- Ungefähr 100 Typen befallen spezifisch Menschen (29).
- Mindestens 40 Typen des humanen Papillomavirus infizieren die Genitalschleimhäute und gehören somit zum Genus der Alpha-Papillomaviren (20, 26, 29).
- Von den indentifizierten HPV-Typen werden 15 mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht.
- Die Typen HPV 16 und 18 sind die weltweit vorherrschenden krebserregenden HPV-Typen und wurden in über 70% aller Zervixkarzinome nachgewiesen (19 - 21).
Publiziert am: 08.10.2007