Was ist Gebärmutterhalskrebs?

"Es gibt viele verschiedene krebserregende HPV-Typen. Global gesehen werden mehr als 70 Prozent aller Zervixkarzinome (Gebärmutterhalskrebse) von den Typen 16 und 18 hervorgerufen."

Der Gebärmutterhals verbindet die Gebärmutter mit der Scheide. In der Schleimhaut dieses Übergangsbereiches entsteht der Gebärmutterhalskrebs. Gebärmutterhalskrebs wird durch das sogenannte Humane Papilloma-Virus (HPV) hervorgerufen. Bestimmte Typen dieses Virus können den Gebärmutterhals befallen und zu Zellveränderungen führen. Zellveränderungen verlaufen im Frühstadium meist symptomfrei. Im Laufe der Jahre können diese jedoch entarten und sich in einen bösartigen Tumor entwickeln, der in vielen Fällen mit Ausfluss und Blutungen einhergeht.

 Gebärmutter

HPV - Die Ursache von Gebärmutterhalskrebs

Zwischen Gebärmutterhalskrebs und dem krebserregenden humanen Papillomavirus (HPV) besteht ein direkter Zusammenhang, wie in vielen Studien und Labordaten aufgezeigt werden konnte. In 99,7 %  (12) aller weltweiten Gebärmutterhalskrebs-Gewebeproben konnte nachgewiesen werden, dass sie Erbsubstanz (DNA) von krebserregenden HPV enthalten. In der Tat gelten deshalb krebserregende HPV-Typen als zwingende Vorraussetzung für die Entstehung eines Zervixkarzinoms (Gebärmutterhalskrebses) (11).

Krebserregende und Niedrigrisiko HPV-Typen

Jede Frau ist der Gefahr von Gebärmutterhalskrebs ausgesetzt, der von krebserregenden HPV-Infektionen ausgelöst wird (13). Es gibt über 100 HPV-Typen, von denen die meisten harmlos sind. Etwa 40 Typen sind durch sexuelle Kontakte übertragbar und nisten sich in den Schleimhäuten der Geschlechtsorgane ein. Diese werden in krebserregende und Niedrigrisiko Typen (gutartig) unterteilt. Lang anhaltende Infektionen mit krebserregenden Typen können entweder hochgradige Zellveränderungen im Krebsvorstadium hervorrufen oder Gebärmutterhalskrebs auslösen. Niedrigrisiko HPV-Typen verursachen dagegen verschiedene Erkrankungen wie Warzen im Genitalbereich (14).

Es gibt 15 krebserregende HPV-Typen, die Zervixkarzinome (Gebärmutterhalskrebse) auslösen können. Zu den am häufigsten auftretenden Typen zählen HPV 16, 18, 31, 35, 39, 45, 51 und 52. Weltweit werden mehr als 70 Prozent aller Zervixkarzinome von den HPV-Typen 16 und 18 hervorgerufen.

Gebärmutterhalskrebsfälle, die auf die häufigsten HPV-Typen zurückzuführen sind

Anmerkungen: In oranger Farbe sind jeweils die an der Häufigkeit beteiligten Anteile der entsprechenden Typen vermerkt. Angabe der Häufigkeiten von Gebärmutterhalskrebs auslösenden HPV-Typen. HPV 16 macht 53.5 % aus, HPV 18 macht 17.2% aus. HPV 16 und HPV 18 zusammen 70.7%.

Infektionen mit krebserregenden HPV-Typen sind eine zwingende Vorraussetzung für die Entstehung eines Zervixkarzinoms (11). Alle Frauen sind gefährdet: zwischen 50 und 80% aller sexuell aktiven Frauen sind in ihrem Leben potenziellen HPV-Infektionen ausgesetzt. Es ist sehr wichtig zu wissen, ob es sich hierbei um eine Infektion mit krebserregenden HPV-Typen handelt. Das Infektionsrisiko beginnt sofort beim Einsetzen erster sexueller Kontakte (15 - 18). In den meisten Fällen handelt es sich um vorübergehende HPV-Infektionen. Bei einigen Frauen können diese jedoch in anhaltende Infektionen übergehen. Solche anhaltenden Infektionen mit HPV-Typen können zur Ausbildung von Zervixkarzinomen führen.

Publiziert am: 10.08.2007


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